Überau wätteret dr Mönsch

Die Bühne wird zum Wettersimulator: Es regnet und blitzt, es nebelt und die Sonne scheint. Kurz: Es wätteret.

Wir laden mit viel Humor und auf Mundart zu unserer eigenen Version des Wetterschmöckens (dt. Wetterriechens) ein. Weil uns der gängige Umgang mit Wetter zu oberflächlich ist, die Muotathaler Wetterschmöcker aber zu altbacken, haben wir eigene Wetterrituale erfunden. In einer Welt, in der das Wetter meist als Small-Talk-Thema auftaucht und gleichzeitig durch die Klimakrise immer politischer wird, versuchen wir, dem Wetter die Relevanz zurückzugeben, die es eigentlich verdient.

Der Performer Oli stellt gemeinsam mit dem Musiker León und einem regionalen Jodelchor etablierte Rituale neben Schräges und Unbekanntes, Schweizer Bräuche neben Klimakrise und Geoengineering und fragt sich nicht zuletzt, wie sich das Wetter der Zukunft wohl anfühlen wird.

Für alle, die sie noch nicht kennen: Die Muotathaler Wetterschmöcker sind sechs Männer aus dem Muotatal, die seit Jahrzehnten halbjährlich langfristige Wetterprognosen vorstellen. Dafür beobachten sie Tiere, Pflanzen und Landschaften, prüfen Holz und Boden oder setzen sich sogar in Ameisenhaufen, um am Beissverhalten der kleinen Tierchen das Wetter zu erschnüffeln. Ihre Methoden bewegen sich zwischen Tradition, Ritual, Erfahrungswissen und Aberglaube. Wir übernehmen sie nicht, sondern übersetzen sie in zeitgenössische, performative Formen – und stellen sie in einen Bühnenraum, in dem es ordentlich wätteret.

Daten: 4.12.2026, 5.12.2026, 6.12 2026
Kreuz Solothurn

Koproduktion:
KreuzKultur
Künstlerische Leitung:
Feige & Sohn (Fabio Savoldelli, Joshua Schibli und León Cremonini)
Performance: Olivier Günter
Technik: Dario Droste
Kostüm: Belarmín Cremonini

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